
Eine umfassende Zusammenstellung der Fragen, die uns zur Methode, zum Ablauf, zu den begleiteten Profilen und zu den Ergebnissen gestellt werden. Nach Themen geordnet, damit Sie schnell finden, was Sie suchen.
Was GEN ist, was nicht, und in welchem Rahmen wir arbeiten.
Nein. GEN bietet eine nicht-medizinische Begleitung zur neurofunktionalen Regulation. Wir stellen keine Diagnosen und verabreichen keine Behandlungen. Unsere Arbeit setzt vorgelagert an: Wir unterstützen die Regulationsfunktion des Nervensystems, damit Ruhe, Schlaf, Konzentration und Erholung wieder wirksam werden. Der Ansatz ersetzt keine ärztliche oder psychologische Betreuung — er kann diese jedoch, in voller Transparenz mit Ihren Fachpersonen, sinnvoll ergänzen.
Nein. Es handelt sich um Training, vergleichbar mit einer strukturierten körperlichen Vorbereitung — nur bezogen auf das Nervensystem. Keine Substanzen, keine Manipulationen, keine Verordnungen. Die kurzen, progressiven Übungen sprechen präzise neurovisuelle Mechanismen an, um die Regulationsqualität des Systems zu verbessern. Sie bleiben durchgehend in Ihrem eigenen Tempo aktiv.
Nein. Wir vereinbaren keine beruflichen Ziele, entwerfen keine verbalen Aktionspläne und nehmen keinen Einfluss auf Ihre Entscheidungen oder Ihre Führungshaltung. GEN arbeitet vorgelagert an der Funktion, die Ihre mentale Verfügbarkeit, Ihre emotionale Stabilität und Ihre Erholungsfähigkeit bestimmt. Viele Klienten stellen fest, dass ihr Coaching, ihre Vorbereitung oder ihre Führungsarbeit anschliessend natürlich wirksamer wird.
Nein. Es gibt keine Aufarbeitung der Vergangenheit, keine psychologische Analyse und keine Deutung. Der Ansatz ist streng nonverbal und funktional: Wir beobachten und trainieren, wie Ihr Nervensystem Wachheit, Anspannung und Erholung reguliert. Wird eine psychologische Begleitung parallel gewünscht oder besteht bereits, kann GEN als ergänzende Arbeit an der Funktion daneben stehen — nie als Ersatz.
Ursprünge, neurovisuelle Mechanismen und Prinzipien der Psycho-Sensorischen Kultur.
Sie wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Georges Quertant auf der Grundlage klinischer Beobachtungen des Zusammenhangs zwischen neurovisueller Koordination und Regulation des zentralen Nervensystems formalisiert. Die Culture Psycho-Sensorielle (CPS) wurde seither von eigens ausgebildeten Praktikerinnen und Praktikern verfeinert, strukturiert und weitergegeben. GEN steht in dieser Tradition und verbindet sie mit den heutigen Anforderungen an Leistung unter Druck sowie mit aktuellen Erkenntnissen der funktionellen Neurowissenschaften.
Weil das visuelle System nicht nur ein Wahrnehmungsorgan ist, sondern eine direkte Verlängerung des zentralen Nervensystems. Ein Grossteil der Gehirnaktivität ist der Verarbeitung visueller Informationen und der okulomotorischen Koordination gewidmet. Diese Koordination präzise zu trainieren, erreicht Schaltkreise, die eng mit Wachheit, Aufmerksamkeit, Haltung und autonomer Regulation verbunden sind — ohne Umweg über Sprache oder Erzählung.
Jede Übung nutzt spezifische Geräte, um gezielte neurovisuelle Mechanismen zu aktivieren: Fixation, Konvergenz, binokulare Koordination, Lichtadaptation, Blickpräzision. Die Aufgaben sind kurz, kalibriert, progressiv und immer auf Ihr Tagesniveau abgestimmt. Sie müssen nichts erzählen und nichts analysieren: Es ist eine funktionale, non-verbale Arbeit, bei der sich das Nervensystem durch wiederholte Übung reorganisiert.
Der Ansatz stützt sich auf gesicherte Erkenntnisse der Neurophysiologie: die zentrale Rolle des visuellen Systems in der motorischen und aufmerksamkeitsbezogenen Steuerung, die funktionelle Plastizität des Nervensystems und die Mechanismen der autonomen Regulation. Es handelt sich um eine strukturierte, messbare Feldpraxis, nicht um ein medizinisches Verfahren. Die bei jeder Etappe erhobenen Indikatoren objektivieren den Fortschritt, ohne therapeutische Ansprüche zu erheben.
Neurofeedback arbeitet an elektrischen Hirnsignalen; Brain-Training-Apps trainieren kognitive Aufgaben am Bildschirm. Die Quertant-Methode dagegen aktiviert das Nervensystem über seine neurovisuellen und posturalen Schaltkreise, in einem menschlichen, individualisierten und physischen Rahmen. Fortschritt ist kein Spielstand, sondern eine funktionale Regulation, die sich festigt und sich natürlich in den Alltag überträgt.
Ja, das ist häufig der Fall. GEN wirkt auf die Regulationsfunktion; Meditation, Therapie, Coaching, körperliche oder mentale Vorbereitung wirken auf anderen Ebenen. Die Ansätze verstärken sich gegenseitig: Eine bessere Regulation macht psychologische Arbeit meist flüssiger, sportliche Vorbereitung wirksamer und meditative Praxis stabiler. Es gibt keine Unverträglichkeit, solange die Gesamtbegleitung in sich stimmig bleibt.
Ja, sobald die Regulation ausreichend konsolidiert wurde. Anders als eine kurzfristige Erleichterung zielt das neurofunktionale Training auf eine stabile Reorganisation der Funktionsweise ab — einmal etabliert, bleibt sie bestehen. Manche stark exponierte Profile wählen anschliessend einen gedehnten Erhaltungsrhythmus — einige Sitzungen pro Jahr — um den Nutzen langfristig zu bewahren, ähnlich wie man eine körperliche Grundform pflegt.
Die Fachperson führt jede Sitzung mit Präzision: Auswahl der Übungen, Feinabstimmung der Schwierigkeit, genaue Beobachtung der Reaktionen, Anpassung in Echtzeit. Ihre Aufgabe ist nicht, Ihr Erleben zu deuten, sondern sicherzustellen, dass das System genau dort und so beansprucht wird, wie es soll. Diese stille, strenge und gemessene methodische Sorgfalt macht die Qualität der Arbeit aus.
Für wen GEN gedacht ist, in persönlichen und institutionellen Kontexten.
Beides ist möglich. Individuell begleiten wir Führungskräfte, Sportler:innen, Studierende, Pflegende und alle Personen mit hoher Nervenbelastung. In der Kollektivform arbeiten wir mit Führungsgremien, Abteilungen, Vereinen, Verbänden, Schulen, Universitäten und Gesundheitseinrichtungen. Das Format passt sich der Struktur an: Gruppen-Standortbestimmungen, Präventionsworkshops, Trainingsprotokolle und messbare Ergebnisverfolgung.
Alle Sportarten, in denen Wachsamkeit, visuelle Präzision, Reaktionszeit oder Stressmanagement zählen: Präzisionsdisziplinen, Kampfsport, Ausdauer, Hochleistungssport in Teams. Das Training zielt auf das nervale Fundament — Reaktivität, Erholung, emotionale Stabilität — und richtet sich auch an technische und medizinische Staffs, die Vorbereitung und Belastungssteuerung optimieren möchten.
GEN ersetzt weder Coaching, Weiterbildung noch betriebliche Gesundheitsversorgung; es wirkt vorgelagert auf der Regulationsfunktion des Nervensystems. Eine bessere Regulation macht Coaching produktiver, Weiterbildung aufnahmefähiger und Gesundheitsprogramme wirksamer. Wir können uns transparent in Ihre internen Partner einbinden und auf messbaren Indikatoren arbeiten.
Ja. Ihre kognitive Belastung ist oft strukturell: nachhaltige Aufmerksamkeit, unregelmässige Zeiten, emotionale Verantwortung, anhaltende Müdigkeit. Ein besser reguliertes Nervensystem verbessert Aufmerksamkeit, Widerstandsfähigkeit und Erholung. Wir bieten individuelle Begleitungen und Präventionsprogramme für Institutionen an.
Die individuelle Begleitung basiert auf einer persönlichen Standortbestimmung und auf Trainingssequenzen, die an Ihr Niveau und Ihre Belastung angepasst sind. Die kollektive Intervention zielt auf Prävention, organisatorische Gesundheit und die Unterstützung eines Teams oder einer Struktur ab: Sie kann individuelle Standortbestimmungen, gemeinsame Protokolle, Gruppen-Rückmeldungen und Indikator-Tracking umfassen.
Ja. Unternehmens- und Teamprogramme werden auf Grösse, gewünschte Häufigkeit und Ziele abgestimmt. Sie können vor Ort, bei uns oder in Mischform stattfinden, mit kurzen Sitzungen, die in anspruchsvolle Kalender passen. Jedes Programm wird im Vorfeld geskoppt und mit messbarem Feedback abgeschlossen.
Bei der initialen Standortbestimmung messen wir objektiv Ihr neurofunktionales Regulationsniveau und besprechen Ihre Belastung, Ziele und Ihren Kontext. Passt der Ansatz nicht oder ist eine medizinische Begleitung nötig, verweisen wir Sie an die richtige Fachperson. Die Passung wird immer aus den Daten entschieden, nicht aus Versprechen.
Wie eine Standortbestimmung abläuft, Sitzungsfrequenz und was gemessen wird.
Die Standortbestimmung dauert etwa 1 Stunde 15 Minuten. Sie beginnt mit einem zielgerichteten Gespräch über Ihre Belastung, Ihren Schlaf, Ihre Erholung und Ihre Ziele. Anschliessend führen wir einfache, nicht-invasive neurovisuelle und posturale Messungen durch, die ein objektives Bild Ihres Regulationsniveaus geben. Sie verlassen uns mit einer klaren Rückmeldung und einem personalisierten Plan.
Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Kommen Sie wie Sie sind, in bequemer Kleidung. Vermeiden Sie lediglich den Konsum viel Koffein oder eine sehr kurze Nacht vor der Sitzung, da dies die Indikatoren vorübergehend beeinflussen kann. Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, bringen Sie diese mit: Ein Grossteil der Arbeit läuft über die visuelle Funktion.
Der häufigste Rhythmus ist wöchentlich, denn er erlaubt Fortschritte und gibt dem Nervensystem gleichzeitig Zeit zur Integration. Je nach Belastung und Zielen können wir anpassen: eine punktuelle intensive Phase oder eine zunehmende Ausdehnung, sobald die Regulation gefestigt ist.
Ja, das ist sogar erwünscht. Die Arbeit bei GEN zielt gerade darauf ab, Ihre Regulation im echten Leben zu verbessern — Beruf, Sport, Studium. Wir passen die Intensität der Übungen an Ihre aktuelle Belastung an, damit das Training Ihre Leistung unterstützt, ohne sie zu überlasten.
Es bedeutet, dass wir uns auf beobachtbare, wiederholbare Indikatoren stützen — visuelle Koordination, posturale Stabilität, Fähigkeit zur Regulation unter Belastung — und nicht nur auf Eindrücke oder Fragebögen. Diese Markierungen zeigen präzise, wo Sie stehen, und erlauben es, das Programm entsprechend anzupassen.
Viele Menschen bemerken frühe Veränderungen: erholsamerer Schlaf, leichteres Ruhen, weniger Zerstreutheit. Die erste messbare Schwelle stellt sich in der Regel nach einigen regelmässigen Sitzungen ein. Die dauerhafte Konsolidierung dauert mehrere Wochen und hängt vom Ausgangspunkt ab.
Der Kern der Arbeit geschieht in der Sitzung, da er auf spezifischem Material und einer Echtzeit-Anpassung beruht. Zwischen den Sitzungen können wir kleine, einfache Praktiken vorschlagen — Blick, Atmung, Haltung — um die Integration zu unterstützen, aber nie eine zusätzliche schwere Belastung.
Die Arbeit erfordert physische Präsenz, präzises Material und direkte Beobachtung der Reaktion des Nervensystems. Deshalb finden die Sitzungen persönlich in unseren Räumen im Institut Médico-Chirurgical de Champel in Genf statt. Einige Rahmengespräche oder Follow-ups können jedoch per Videokonferenz erfolgen.
Was sich konkret verändert, wie es gemessen wird und in welchem Zeithorizont.
Bestimmte aktive Augenerkrankungen (etwa eine fortschreitende Netzhauterkrankung) oder neurologische Erkrankungen (nicht stabilisierte Epilepsie, jüngere Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas) können eine vorherige ärztliche Abklärung oder eine Anpassung des Protokolls erfordern. Wir prüfen diese Punkte systematisch bei der Standortbestimmung und tauschen uns bei Bedarf mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt aus.
Über objektivierte Indikatoren, die in regelmässigen Abständen erhoben werden: neurovisuelle Regulationsmessungen, Schlafqualität und -kontinuität, Erholungsgeschwindigkeit, Fähigkeit zu anhaltender Konzentration, emotionale Stabilität in realen Situationen. Diese Zwischenbilanzen machen den Fortschritt sichtbar und erlauben eine Anpassung des Plans — die Arbeit wird von Daten geleitet, nicht von Eindrücken.
Veränderungen auf Ebene der neurofunktionalen Regulation sind ihrer Natur nach dauerhaft — denn sie verankern sich in der Funktion selbst und nicht in einer Kompensationsstrategie. Sobald die Schwelle erreicht ist, halten die meisten Menschen sie ohne weitere Pflege. Punktuelle Konsolidierungssitzungen können bei Belastungsspitzen (Wettkampf, strategische Frist, Prüfungsphase) angeboten werden, um die Präzision der Regulation aufrechtzuerhalten.
Ja. Nach der aktiven Phase bieten wir je nach Bedarf jährliche oder halbjährliche Standortbestimmungen an. Diese kurzen Sitzungen bestätigen objektiv, dass die Regulation stabil bleibt, und erlauben bei Bedarf Feinjustierungen angesichts eines neuen Belastungskontexts.
Die neurofunktionale Progression verläuft nicht linear: Sie schreitet in Stufen voran, mit teilweise stilleren Integrationsphasen. Wir lesen die gemessenen Indikatoren gemeinsam neu und passen Intensität, Frequenz oder Art der Übungen an. Ein scheinbares Plateau geht fast immer einer neuen Stufe voraus, sofern die Physiologie des Systems respektiert wird.
Vertraulichkeit, Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten sowie Kooperationen.
Weil die Veränderungen auf Ebene der nervalen Regulation nach unserer Erfahrung zu den nachhaltigsten gehören. Sobald sich die Funktion stabilisiert, wird alles, was von ihr abhängt — Entscheidungen, Erholung, Konzentration, Stressbewältigung, Schlaf — verlässlicher. In diese Funktion zu investieren, heisst in langfristige Leistung zu investieren, statt in oberflächliche Anpassungen.
Um Genf und der Westschweiz einen Raum zu bieten, der auf Menschen unter Druck zugeschnitten ist: strukturiert, messbar, nicht-medizinisch und an den realen Anforderungen nachhaltiger Leistung ausgerichtet. Ziel ist es, Führungskräften, Sportler:innen und Institutionen einen Ansatz zugänglich zu machen, der angewandte Neurowissenschaften, methodische Strenge und Diskretion verbindet.
Weil wir bereitwillig Fähigkeiten, Muskeln oder Denkweisen trainieren — und dabei das System vernachlässigen, das alles koordiniert. Genau dieses System entscheidet aber letztlich über Ihre Fähigkeit, sich zu erholen, konzentriert zu bleiben und langfristig durchzuhalten. Es besser zu verstehen, öffnet die Tür zu echter Prävention und zu einer Leistung, die nicht auf Kosten der Gesundheit geht.
Sämtliche Gespräche, Messungen und persönlichen Daten unterliegen der strengen beruflichen Schweigepflicht. Keine Information wird ohne Ihre ausdrückliche schriftliche Zustimmung an einen Arbeitgeber, einen Verband oder Dritte weitergegeben. Die Daten werden sicher aufbewahrt, in Übereinstimmung mit DSGVO und dem schweizerischen revDSG.
Ja, gerne und stets transparent. GEN steht ihrer Arbeit vorgelagert — auf der Ebene der Regulationsfunktion — und kann sich auf Ihren Wunsch mit Ihren Behandelnden abstimmen. Diese Abstimmung ist besonders wertvoll, wenn mehrere Formen der Begleitung parallel laufen (Hausarzt, Psychologin, Physiotrainer, Coach).
Ja. Wir konzipieren massgeschneiderte Programme für Führungsteams, Spitzenathletinnen und deren Staff, Sicherheitskräfte, Lehrpersonen, Gesundheitsfachleute und akademische Institutionen. Jedes Programm wird gemeinsam mit dem Auftraggeber entwickelt, um Kultur, operative Rahmenbedingungen und messbare Ziele der Organisation zu respektieren.
Ja — und wir fördern sie aktiv. GEN begrüsst Kooperationen mit Universitäten, Forschungszentren, Biotech-Clustern, Kliniken und medizinischen Institutionen rund um die Regulation des Nervensystems und die nachhaltige Leistung. Solche Partnerschaften können die Form gemeinsamer Forschung, von Mäzenatentum, Pilotprogrammen oder institutionellen Vereinbarungen annehmen.