Ist es medizinisch?+
Nein. GEN bietet eine nicht-medizinische Begleitung zur neurofunktionalen Regulation. Wir stellen keine Diagnosen und verabreichen keine Behandlungen. Unsere Arbeit setzt vorgelagert an: Wir unterstützen die Regulationsfunktion des Nervensystems, damit Ruhe, Schlaf, Konzentration und Erholung wieder wirksam werden. Der Ansatz ersetzt keine ärztliche oder psychologische Betreuung — er kann diese jedoch, in voller Transparenz mit Ihren Fachpersonen, sinnvoll ergänzen.
Ist es eine Behandlung?+
Nein. Es handelt sich um Training, vergleichbar mit einer strukturierten körperlichen Vorbereitung — nur bezogen auf das Nervensystem. Keine Substanzen, keine Manipulationen, keine Verordnungen. Die kurzen, progressiven Übungen sprechen präzise neurovisuelle Mechanismen an, um die Regulationsqualität des Systems zu verbessern. Sie bleiben durchgehend in Ihrem eigenen Tempo aktiv.
Ist es Coaching?+
Nein. Wir vereinbaren keine beruflichen Ziele, entwerfen keine verbalen Aktionspläne und nehmen keinen Einfluss auf Ihre Entscheidungen oder Ihre Führungshaltung. GEN arbeitet vorgelagert an der Funktion, die Ihre mentale Verfügbarkeit, Ihre emotionale Stabilität und Ihre Erholungsfähigkeit bestimmt. Viele Klienten stellen fest, dass ihr Coaching, ihre Vorbereitung oder ihre Führungsarbeit anschliessend natürlich wirksamer wird.
Ist es Psychotherapie?+
Nein. Es gibt keine Aufarbeitung der Vergangenheit, keine psychologische Analyse und keine Deutung. Der Ansatz ist streng nonverbal und funktional: Wir beobachten und trainieren, wie Ihr Nervensystem Wachheit, Anspannung und Erholung reguliert. Wird eine psychologische Begleitung parallel gewünscht oder besteht bereits, kann GEN als ergänzende Arbeit an der Funktion daneben stehen — nie als Ersatz.
Wie lange dauert es?+
Die Erstmessung dauert rund 1 h 15: Gespräch, objektive Messungen und eine persönliche Rückmeldung. Die anschliessenden Trainingseinheiten sind bewusst kurz — rund 30 Minuten — damit sie in einen anspruchsvollen Zeitplan passen und der Physiologie des Nervensystems entsprechen, das durch kurze, regelmässige Reize besser Fortschritte macht als durch lange Anstrengungen.
Wie viele Sitzungen?+
Das hängt von Ihrem Ausgangspunkt, Ihrer Belastung und Ihren Zielen ab. In der Praxis ermöglicht ein regelmässiger Rhythmus — meist wöchentlich — über mehrere Wochen stabile Veränderungen. Ein erster Schritt ist häufig nach wenigen Sitzungen spürbar; die Konsolidierung braucht mehr Zeit. Rhythmus und Dauer stimmen wir gemeinsam anhand der gemessenen Indikatoren ab.
Für wen ist es gedacht?+
Für alle, die unter hoher Belastung entscheiden, leisten und regenerieren müssen: Führungskräfte, Kader und chronisch stressbelastete Fachkräfte, Spitzensportler:innen, operative Berufe (Sicherheitskräfte, Gesundheitswesen, Luftfahrt…), Studierende in fordernden Phasen. GEN richtet sich auch an Menschen, die Erschöpfung vorbeugen möchten, statt sie zu erleiden.
Gibt es Kontraindikationen?+
Bestimmte aktive Augenerkrankungen (etwa eine fortschreitende Netzhauterkrankung) oder neurologische Erkrankungen (nicht stabilisierte Epilepsie, jüngere Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas) können eine vorherige ärztliche Abklärung oder eine Anpassung des Protokolls erfordern. Wir prüfen diese Punkte systematisch bei der Standortbestimmung und tauschen uns bei Bedarf mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt aus.
Wie messen Sie den Fortschritt?+
Über objektivierte Indikatoren, die in regelmässigen Abständen erhoben werden: neurovisuelle Regulationsmessungen, Schlafqualität und -kontinuität, Erholungsgeschwindigkeit, Fähigkeit zu anhaltender Konzentration, emotionale Stabilität in realen Situationen. Diese Zwischenbilanzen machen den Fortschritt sichtbar und erlauben eine Anpassung des Plans — die Arbeit wird von Daten geleitet, nicht von Eindrücken.
Warum haben Sie dieser Methode so viele Jahre gewidmet?+
Weil die Veränderungen auf Ebene der nervalen Regulation nach unserer Erfahrung zu den nachhaltigsten gehören. Sobald sich die Funktion stabilisiert, wird alles, was von ihr abhängt — Entscheidungen, Erholung, Konzentration, Stressbewältigung, Schlaf — verlässlicher. In diese Funktion zu investieren, heisst in langfristige Leistung zu investieren, statt in oberflächliche Anpassungen.
Warum haben Sie Neuro Performance Dynamics gegründet?+
Um Genf und der Westschweiz einen Raum zu bieten, der auf Menschen unter Druck zugeschnitten ist: strukturiert, messbar, nicht-medizinisch und an den realen Anforderungen nachhaltiger Leistung ausgerichtet. Ziel ist es, Führungskräften, Sportler:innen und Institutionen einen Ansatz zugänglich zu machen, der angewandte Neurowissenschaften, methodische Strenge und Diskretion verbindet.
Warum sind Sie überzeugt, dass das Nervensystem besser verstanden werden sollte?+
Weil wir bereitwillig Fähigkeiten, Muskeln oder Denkweisen trainieren — und dabei das System vernachlässigen, das alles koordiniert. Genau dieses System entscheidet aber letztlich über Ihre Fähigkeit, sich zu erholen, konzentriert zu bleiben und langfristig durchzuhalten. Es besser zu verstehen, öffnet die Tür zu echter Prävention und zu einer Leistung, die nicht auf Kosten der Gesundheit geht.